AKTUELLES

Hier finden Sie News, kurze Artikel und Berichte von Seminaren rund um die Akademie und die Themen "Gewaltprävention am Arbeitsplatz", "Prävention von Häuslicher Gewalt" und "Gewaltprävention im öffentlichen Bereich". Falls Sie ältere Beiträge lesen möchten, so gelangen Sie durch Klick auf die entsprechende Jahreszahl direkt zu diesen Beiträgen. Viel Spaß beim Lesen!
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18.10.2018

Nächster Halt: Dänemark
Sascha Kühnel
Post 149 Bei herrlichsten Wetter ging es für Sascha Kühnel am 15. & 16. Oktober kurz vor die dänische Grenze. Genauer gesagt nach Kiel, um dort ZugbegleiterInnen der Deutschen Bahn in Deeskalation und Gewaltprävention zu unterrichten.

Geprägt war der Unterricht wieder einmal durch eine gute Mischung aus Zuhören und selbst machen, aus Theorie, Praxis und Szenarientraining. Dies war auch der Tenor des Feedbacks der teilnehmenden KundenbetreuerInnen im Nahverkehr.
Tatsächlich gibt es immer wieder stressbehaftete Situationen durch überfüllte Züge oder unplanmäßige Verspätungen und mitunter auch schwierige Reisende, die ihrem Ärger darüber hochemotional bei den anwesenden ZugbegleiterInnen Luft machen.
Hier gilt es, in diesen Situationen genauso wertschätzend und positiv mit den Fahrgästen umzugehen, wie sonst auch, was ein hohes Maß an Professionalität voraussetzt. Dies konnten die TeilnehmerInnen in den abschließenden Szenarientrainings in einem abgestellten Wagon unter Beweis stellen. Nach jedem durchlaufenden Szenario gab es von Sascha Kühnel ein kurzes Feedback mit Lob bzw. noch weiteren Optionen, die ebenfalls möglich gewesen wären. Auch die anderen KiNs, die als Statisten andere Fahrgäste mimten, hatten ebenfalls oft gute Tipps.
So vergingen zwei Tage wie im Flug und alle konnten die Heimreise mit neuen Ideen und Eindrücken antreten.
Vielen Dank für die tolle Mitarbeit!
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04.10.2018

Eine Woche unter Trainern
Sascha Kühnel
Post 149 Wie beschreibt man eine fünftägige Fortbildung, bei der alle an ihre Grenzen gehen? In der man schwitzt, in der die Muskeln in den Einheiten brennen und man trotzdem nicht aufgibt? In der man sich trotz mancher stressbehafteten Einheit in einer positiv-motivierenden Wohlfühl-Atmosphäre befindet? Genau. Um es mit einem Wort auszudrücken: Vertiefungswoche!
Die diesjährige Vertiefungswoche für Trainingsleiter und Trainer der Justiz NRW im Bereich Eigen- und Fremdsicherung fand dieses Jahr vom 24. - 28.09. in der Sportschule Hachen statt.
Ein Highlight der Woche waren mit Sicherheit die Einheiten "Retten und Evakuieren von Verletzten", die von einem Trainer der Polizei Bremen gehalten wurden und die die Teilnehmer bis an die Grenzen belasteten. Hier wurden Rettungs- und Transporttechniken zuerst isoliert geübt, dann unter Stress gedrillt, um nach der konditionellen Beanspruchung in Szenarien gefestigt zu werden.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die Szenarien, die von den teilnehmenden Trainingsleitern und Trainern sowohl geleitet als auch wechselseitig durchlaufen wurden. Die dabei gezeigten Leistungen sprachen eine deutliche Sprache, was die Qualitäten und Fertigkeiten als Leiter wie auch als Teilnehmer der Szenarien angeht. Durch die Bank arbeiteten die Teams solide, kommunizierten gut und lösten auch schwierige Situationen mit aggressiven Störern im Sitzungssaal souverän.
So war das Lehrteam wieder einmal sehr begeistert von der Leistung der anwesenden Trainer und freut sich auf die Vertiefungswoche im nächsten Jahr!
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21.09.2018

Deeskalation für Freiwilligendienstler
Sascha Kühnel
Post 148 Gestern war Sascha Kühnel im Auftrag der KVHS Norden erneut in Aurich mit dem Auftrag, junge Menschen mit kommunikativen Werkzeugen auszustatten, um Konflikte in ihren zukünftigen Arbeitsbereichen (oftmals Schulen) zu deeskalieren.
Die 24 TeilnehmerInnen aus dem ganzen Bezirk sind großteils in unterschiedlichen Schulformen zur Unterstützung der Lehrer eingesetzt und konnten bereits von diversen Konflikten der Schüler berichten. Dementsprechend unterschiedlich waren auch ihre Erwartungen.
Die FSJler und BFDler bekamen jedoch keinen trockenen Vortrag über Kommunikation vorgesetzt, sondern mussten z.B. in Gruppenarbeiten deeskalierende Maßnahmen finden, sich in Diskussionen mit einem Gesprächspartner behaupten, sich intelligent gegen Beleidigungen zu wehren und lernten Kommunikationsstrategien kennen.
Zum Schluss konnten sie all ihr Wissen einbringen, um Fallbeispiele zu lösen, was sie auch souverän schafften.
Vielen Dank für die tolle Mitarbeit und den kurzweiligen Workshop!
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20.09.2018

Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr
Sascha Kühnel
Post 147 Erneut reiste Sascha Kühnel gestern nach Bremen, um dort Kundenbetreuer der Deutschen Bahn in Themen wie Deeskalation, Kommunikation, Serviceverständnis und rechtlichen Grundlagen zu unterrichten.

Dass ein Raucher mit seinem Qualm seine Mitmenschen schädigt, steht außer Frage. Doch wann darf ein Zugbegleiter eine im Zug rauchende Person aus dem Zug entfernen, um so die Mitreisenden zu schützen? Diese und andere Themen beschäftigten die angereisten Teilnehmer.
So auch z.B. Fragen rund um die Fahrscheinkontrolle. Was darf / kann der KiN selbst erledigen und wo sollte er besser auf die Kollegen von der Bundespolizei warten, damit er sich nicht selbst in Gefahr bringt? Vielen Dank für das tolle und kurzweilige Seminar!
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16.09.2018

Inverwahrnahme von Waffen und gefährlichen Gegenständen
Sascha Kühnel
Post 146 Sind Waffen aus dem 3D-Drucker eine ernstzunehmende Bedrohung für Sicherheitsbehörden? Oder einfach nur eine Spielerei für Nerds? Was gibt es an neuen Waffen, die als Alltagsgegenstände getarnt, in Gerichtsgebäude geschmuggelt werden sollen? Und wie sind die ganzen Gegenstände, die man Tag für Tag in der Einlasskontrolle von Gerichten findet, waffenrechtlich zu beurteilen?
Dies waren nur einige Fragen, die bei der Fortbildung für Justiz-Wachtmeister am 14.09. in der JAK Recklinghausen thematisiert wurden.

Burkhard Voß und Sascha Kühnel leiteten die Veranstaltung und versuchten dabei, auf die unterschiedliche Diensterfahrung sowie die Erwartungen der Teilnehmer ans Seminar einzugehen. Dabei mussten die Teilnehmer unter anderem auch selbst diverse Gegenstände und Waffen entsprechend des Waffenrechts unter Zeitstress eingruppieren. Solche und andere Praxisübungen lockerten die generell recht paragraphenlastige Thematik auf.
Letztendlich waren sich alle einig. Diese umfangreiche Thematik kann nicht abschließend an einem Tag behandelt werden. Gerade auch die neuen KollegInnen hätten sich gerne noch mehr Zeit und Informationen zu einzelnen Punkten des Themas gewünscht.
Vielen Dank für das tolle Seminar!
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14.09.2018

Blended Learning für Trainer
Sascha Kühnel
Post 145 Gestern traf sich das Lehrteam der Justiz NRW mit der Dezernentin der Justizakademie Recklinghausen für den Wachtmeisterbereich sowie einem externen Dozenten für E-Learning, um für künftige Aus- und Fortbildungen von Trainingsleitern und Trainern der Justiz ein Blended-Learning Konzept zu erstellen.
Blended Learning ist ein Methodenmix aus Präsenz-Schulung und E-Learning (der Möglichkeit, Inhalte selbstständig auf elektronischem Weg zu erarbeiten oder nachzuarbeiten).
Dieses Blended Learning verbindet die Vorteile von Präsenzlernen (wie z.B. der Möglichkeit, Rückfragen an den Dozenten zu stellen) mit den Vorteilen des E-Learnings (z.B. der Möglichkeit, zu lernen wann und wo man möchte). Bereits nach einer kurzen Einführung durften die Lehrtrainer mit verschiedenen Autorenwerkzeugen Inhalte erstellen und machten so erste praktische Erfahrungen mit dem Erstellen von Online-Lerninhalten. Allen war klar, dass dies nur die ersten Schritte waren und noch viel weitere Arbeit in dieses zukunftsweisende Projekt fließen wird.
Vielen Dank für das An-die-Hand-nehmen bei den ersten Schritten und für die tolle und produktive Atmosphäre!
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12.09.2018

Deeskalation im Personennahverkehr
Sascha Kühnel
Post 144 Bereits im Juli war Sascha Kühnel für die Deutsche Bahn tätig, um Kundenbetreuer im Nahverkehr, sogenannte KiN's (der Volksmund kennt sie noch als Zugbegleiter) in Deeskalation und Gewaltprävention zu schulen. Heute fuhr er nach Bremen, um dort sein Wissen weiter zu geben.
Die KiN's, die als Teilnehmer angereist waren, waren engagiert und interessiert bei der Sache, ging es doch schließlich um die Gewalt, die sie tagtäglich in ihrem Berufsalltag erleben müssen. Vielen Dank für das tolle Seminar und möglichst viele freundliche Kunden!
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07.09.2018

Messerverbot in deutschen Innenstädten?
Sascha Kühnel
Post 143 Sachsens CDU fordert Messer-Verbot in deutschen Innenstädten.

Prima, dann müssen wir endlich keine Angst mehr haben vor Messerangriffen auf Unschuldige, keine Angst mehr vor Raubüberfällen mit vorgehaltenem Messer und keine Angst mehr vor Messerstechereien haben, wo sich zwei mit Messern bewaffnete Kriminelle auf offener Straße gegenseitig verletzen oder sogar töten wollen.
Hervorragend! Endlich wieder angstfrei einkaufen können in den Innenstädten. Leider ist solch ein Verbot ziemlicher Schwachsinn. Wir erklären auch gerne, warum:

Es gibt einen Großteil der hier lebenden Menschen, der sich an die deutschen Gesetze hält. Und dann noch Einige, die sich nicht um unsere Gesetze scheren, die sich nicht an Regeln halten wollen oder können, kurzum, die unseren Rechtsstaat mit Füßen treten. Beide Merkmale treffen sowohl auf Deutsche zu als auch auf Menschen mit Migrationshintergrund.
Man wird also mit einem Messerverbot in deutschen Innenstädten all diejenigen erreichen, die sich eh schon an Recht und Ordnung halten und somit nicht wirklich den Kern des Problems darstellen.

Nun die Gretchenfrage: Wie kommt man darauf, dass man den (kleinen) kriminellen Teil der Bevölkerung, der eh gegen Gesetze und andere Regeln verstößt, durch ein Messerverbot dazu bewegt, beim Verüben seiner Raubüberfälle künftig kein Messer zu benutzen oder die Vergewaltigungen ohne Messer zu vollziehen? Eben. Gar nicht!
Ja, es gibt teils strafverschärfende Wirkungen beim alleinigen Tragen eines Messers bei Straftaten, jedoch ist das nicht der Sinn des geforderten Verbotes. Auch die Möglichkeit, mittels Kontrollen diese Messer aus dem Verkehr zu ziehen, greift nicht, da sich Kriminelle für minimales Geld im Discounter um die Ecke wieder neu mit einem Messer bewaffnen können. Außerdem gibt es nach dem Waffengesetz etliche verschiedene Arten von Messern, die sehr unterschiedlich bewertet werden. Es gibt Messer, die frei zu führen sind sowie Messer, die einem Führungsverbot oder Komplettverbot unterliegen. Welche will man denn nun verbieten? Alle? Muss man dann auch der 82jährigen Oma das kleine Taschenmesser abnehmen, das sie alle paar Monate mal aus der Handtasche holt, um ein Paket von der Post abzuholen und zu öffnen?
Mal abgesehen davon, dass solch ein Verbot nur Wirkung zeigen würde, wenn regelmäßige Kontrollen durchgeführt würden - und welche Polizeidienststelle hat so wenig zu tun, dass sie diese zusätzliche Arbeit mal eben so übernehmen kann?
Was bleibt, ist ein (mal wieder) sehr fahler Beigeschmack. Der Gedanke liegt nah, dass es sich hierbei nicht wirklich um eine tolle neue Idee zur Verbrechensprävention handelt, sondern (mal wieder) lediglich um den (schlechten) Versuch, die vergangene (und absolut verabscheuenswürdige) Tat zum Stimmenfang von dummen Bürgern zu instrumentalisieren, die auf solch eine Masche hereinfallen.
Das lässt auch Rückschlüsse zu, wie Politiker über uns Bürger, deren gewählte Vertreter sie ja sind, denken.
Fazit: Es gibt sicher wesentlich bessere Ideen zur Gewaltprävention als ein generelles Verbot von Messern in deutschen Innenstädten! Jedoch kann man diese wichtige Arbeit, die von vielen Institutionen, Sportvereinen und -verbänden, aber auch Einzelpersonen im Kleinen und Großen Tag für Tag geleistet wird, nicht so schön wahlkampf-politisch nutzen.
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07.09.2018

Konfliktkommunikation und Selbstverteidigung
Sascha Kühnel
Post 142 Im August war Sascha Kühnel bereits als Dozent zweier Workshops an der KVHS in Norden, um jungen Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst absolvieren, Lösungen und  Handlungsalternativen für potenzielle Konflikte an die Hand zu geben.

Diese Woche fuhr er im Auftrag der KVHS Norden zweimal nach Aurich, um dort andere TeilnehmerInnen derselben Zielgruppe in Workshops zu unterrichten.
Im Workshop "Konfliktkommunikation" wurden z.B. nach der Abfrage der Erwartungen seitens der TeilnehmerInnen sowie der größten Konfliktherde in ihren Institutionen erst einmal Begrifflichkeiten wie "Gewalt", "Aggression" oder auch "Konflikt" genauer unter die Lupe genommen. Für manche mag es überraschend sein, doch Aggression auch kann auch positiv sein. Zum Beispiel, wenn eine Mutter nach einem Autounfall mittels Aggression schafft. das Auto etwas anzuheben, damit ihr Kind es schafft, sich aus seiner Lage, eingeklemmt unter dem Auto, zu befreien. Negative Aggression hingegen kennen wir unter dem Begriff "Gewalt".
Die TeilnehmerInnen mussten sich Deeskalationsstrategien erarbeiten, Fallbeispiele lösen und wurden für Mobbing und andere Gewaltdelikte sensibilisiert, die häufig an Schulen auftreten und leider oftmals nicht wahrgenommen oder aber durch die ein oder andere Bildungseinrichtung auch ignoriert werden. Die TeilnehmerInnen zeigten durch die engagierte und motivierte Teilnahme am Unterricht, dass sie sich auf ihre zukünftige Arbeit und ihre neuen Wirkungsstätten freuen.
Vielen Dank für das kurzweilige, tolle Seminar und viel Freude und Erfolg für die kommenden Monate!
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31.08.2018

Des einen Freud' - des anderen Leid!
MK
Post 141 Auf der Spielkonsole mit den Freunden ein Match bestreiten wie zurzeit auf dem Dauertrend-Spiel Fortnite oder World of Tanks. Schulhof Thema Nummer 1: Die Battle Royale Shooter Spiele, die ab zwölf Jahren freigegeben sind. In denen man alleine oder in Teams spielen kann und im Gefecht gegen andere mit Waffen kämpft.
Für mich eine verniedlichende Kinder-Comic-Variante, andere zu Töten, nur halt ohne Blut. Gewaltverherrlichend??? Meiner Meinung nach JA.
Ich durfte selbst erleben, was dieses Spiel aus Kindern und Jugendlichen macht. Stundenlanges davorsitzen und „zocken“, wie es die Jugend heute sagt. Komplette Umwelt-Ausblendung. Sozial angebrachte Kommunikation weit fehlgeschlagen. Die Aussprache während der Gefechte sind meiner Meinung nach mehr als unsozial, um es mal nett auszudrücken. Des weiteren kommen schnelle Reizbarkeit und Aggressionen hinzu, erst recht wenn man im Team spielt, der Mitspieler einen Fehler macht, und man dann schlimmstenfalls von dem Gegner erschossen oder erschlagen wird oder das gesamte Team dadurch die Schlacht verliert. Die Spieler unterscheiden nach zwei Wochen Spielen nicht mehr, ob es ihr Mitspieler ist oder der reale Mensch mit denen sie so reden, die Spielsprache dringt somit bis in das reale Leben (Schule, Zuhause, Gesellschaft etc.).

Es ist eine reine Überforderung der Kinder an Emotionen, Geräuschen und Wahrnehmungen, wodurch die Kinder im schlimmsten Fall an ADHS erkranken können, sowie an Spielsucht. Der soziale Umgang fehlt den Kindern und Jugendlichen durch das ständige Zocken. Eltern-Kind-Gespräche werden zum reinen Kampf. Aussagen wir „Nerv‘ jetzt nicht, ich zocke!“ bis hin zu „Geh mir nicht auf den Sack!“ etc. sind Standard. Der normale Familien-Alltag ist dadurch völlig gestört. Es gibt in Extremfällen der Spielsucht auch Todesopfer zu beklagen. Weil man aus Sucht völlig abschaltet und somit die einfachen Bedürfnisse nicht mehr berücksichtigt, wie Essen und Trinken oder aber der einfache Weg zur Toilette. All das wird für die Spielsucht hinten angestellt. Bloß keinen Zug verpassen, kein Manöver auslassen, auch hier das Prinzip: “Ich könnte was verpassen!“.

Bei sechs Prozent der Spielenden gibt es wegen dieses Zeitvertreibs "ernsthafte Probleme mit Familie oder Freunden". 13 Prozent können ihren Spielkonsum auf den Rat anderer hin nicht reduzieren. 19 Prozent haben Streit durch ihr Spielverhalten, 26 Prozent fühlen sich gar unglücklich, wenn sie nicht spielen können. In den USA gibt es mittlerweile mehrere Selbsthilfegruppen mit mehr als 1000 Mitgliedern. Im WOW-Spiel (World of Warcraft ) sind 40 % der Spieler süchtig und die Zahl ist steigend. Eine Viertel Million Menschen haben sich einem kostenlosen Suchttest für WOW unterzogen. Jeder zweite zeigte Suchtverhalten sowie Auffälligkeiten. Erschreckend ist: Wenn sich alle WOW-Spieler zusammenschließen würden, ergäbe das den zwölftgrößten Staat der Erde! Zu diesem Thema und der Technik-Sucht gibt es ein sehr interessantes Buch von Adam Alter: „Unwiderstehlich – Der Aufstieg suchterzeugender Technologien und das Geschäft mit unserer Abhängigkeit“.
Die Sucht nach Spielen, welche es auch immer sind, ist nicht zu unterschätzen.
Digitale Medien - Computer, Smartphones, Spielkonsolen und nicht zuletzt der  Fernseher - verändern unser Leben. In den USA verbringen Jugendliche mittlerweile mehr Zeit mit den digitalen Medien – gut siebeneinhalb Stunden täglich – als mit Schlafen, wie eine repräsentative Studie mit mehr als 2000 Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis 18 Jahren ergab.

In Deutschland liegt die Mediennutzung von Neuntklässlern bei knappen 7,5 Stunden täglich, wie eine große Befragung von 43.500 Schülern ergab. Dabei ist die Nutzung von Handys und MP-3 Playern noch nicht mit eingerechnet. Hier in Deutschland wird mehr Zeit mit Medienkonsum zugebracht, als mit Lernen in der Schule (knapp vier Stunden) Unterricht. Das muss man sich mal vor Augen halten. Mehr Zeit zum Zocken und Daddeln an Medien, als in der Schule um zu Lernen. Erschreckend. Und wir wundern uns heutzutage, warum die Kinder und Jugendlichen so in Erscheinung treten, wie sie es tun.

Also, was sollten wir daraus lernen?
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29.08.2018

Suchtgefahr: HANDY und Co.
MK
Post 140 Wie die aufmerksamen Leser wissen, kümmert sich die Akademie neben der Gewaltprävention auch um die Prävention von Süchten.
Nach längerer Pause erscheint hier der erste Teil eines längeren Artikels über nicht-stoff-gebundene Süchte als Blogbeitrag:

Aus den Kinderzimmern und Händen der Kinder und Jugendlichen heutzutage nicht mehr wegzudenken: Das Handy, die Spielkonsole und das Tablet.
Beinahe jeden Tag und täglich mehrere Stunden – aber auch abends und in der Nacht – nutzen sie Handy und Co. Um immer auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein, ständig erreichbar für jeden und immer. Auf Abruf bereit sein. Bloß nichts verpassen.Die Angst, nicht mitreden zu können.

Der Handykonsum der Kinder und Jugendlichen aber auch teils der Erwachsenen ist  erschreckend: Bis zu sieben Stunden sind wir pro Tag mit dem Handy, Tablet und Laptop bei Facebook, Instagram , Twitter o.ä.. Eben kurz noch E-Mails checken, gucken was das für eine Nachricht ist, auf den jeweiligen Plattformen Beiträge posten und Likes kontrollieren und so weiter. Dieser unkontrollierte und übermäßige Medienkonsum ist Gift für uns.

Ich habe einen interessanten Kommentar gelesen von Steve Jobs: „Meine Kinder haben selber noch nie ein IPad besessen“. Er beschränkte stattdessen den Konsum der Technik bei ihnen zu Hause. Weil er ja selbst durch die für ihn eingestellten Hirnforscher nur zu gut wusste, was diese neue Technik mit dem Gehirn anstelle. „Never get high on your own supply.“

Wie Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer – Psychiater und seit 25 Jahren Hirnforscher – auch u.a. in seinen Büchern „Cyberkrank“ oder „Digitale Demenz“ beschreibt: Es ist doch sehr wahrscheinlich, dass dieser Konsum krank macht und verschiedenste Auswirkungen auf unser Leben hat, wie z.B. Realitäts-Verlust, Vereinsamung, bei Kindern die wortwörtliche Verblödung bis hin zu ADS / ADHS. Auch soziale Kompetenzen verlernen diese bzw. lernen sie nie kennen. Laut Erhebung nahmen Sprach – und Sprechstörungen um 64 % zu. Unter den 15 – 18 Jährigen sogar um 200 %. Dazu kommen motorische Entwicklungs- und Schlafstörungen. Ich könnte noch genug anderweitige Auswirkungen aufzählen. Der übermäßige Konsum von Handys und anderen elektronischen Geräten macht uns zu nicht-stoffgebundenen Süchtigen.

Der Messenger-Dienst WhatsApp hebt das Mindestalter für Nutzer im europäischen Raum an. User müssen nun mindestens 16 Jahre alt sein, um den Dienst legal nutzen zu dürfen, unter 16 nur mit Einverständnis der Eltern. Ich finde es richtig! Kinder und auch jugendliche Heranwachsende wissen sehr selten, wie sie mit Medien und dergleichen verantwortungsvoll umgehen können und müssen. Viele Eltern bekommen nicht mit, was ihr Sprössling da so schreibt und postet, z.b auf Facebook, welches nach den neuen Datenschutzregeln erst ab 16 Jahren ist.

Was passiert, wenn die Eltern nicht der WhatsApp- und Facebooknutzung zustimmen? In einem konkreten Fall war das mit  WhatsApp zuerst der reinste Weltuntergang. Es folgten Diskussionen über Diskussionen. Aber auch das brachte nichts. Der Beweggrund der Eltern: Ihr Kind zu schützen, eben auch in der Medien-Welt. Und siehe an … das Kind sah, es verpasst nichts und das Leben geht auch so weiter.

Wer so gar nicht auf diese Medien verzichten will und kann, sollte sie doch aus gesundheitlichen und sozialen Gründen einschränken. Ihre Familien und Freunde werden es Ihnen danken und Ihre Gesundheit auch. Achten Sie bei Kindern darauf, was „spielt“ mein Kind. Führen sie eine Medien Zeit ein, so haben Sie mehr Kontrolle darüber. Begrenzen Sie die Zeit für Handy und Spielkonsolen. So laufen Sie weniger Gefahr einer Sucht- und /oder Folgeerkrankung Ihrer Kinder. Sowie auch mehr Zeit für WICHTIGE Dinge im Leben. Nämlich Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihr Soziales Umfeld.
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28.08.2018

Internationales Bundes-Polizeiseminar - 14. Auflage
Sascha Kühnel
Post 139 Vom 24. - 26.08. fand in Uelzen wieder das Internationale Bundes-Polizeiseminar des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes statt. Rund 300 TeilnehmerInnen aus Polizei, Justiz, Zoll und Bundeswehr, sowie 42 TrainerInnen machten dieses Seminar, was selbst weltweit seinesgleichen sucht, in 95 Unterrichtseinheiten an drei Tagen erneut zu einem Highlight! Auch das Lehrteam der Justiz NRW war vertreten und mit ihm zahlreiche andere Trainer und Wachtmeister aus der Justiz NRW, die die hohe Qualität der Trainingseinheiten zu schätzen wissen.
Da zeitgleich immer mehrere Einheiten stattfanden, konnte bzw. musste man sich immer zwischen mehreren interessanten Vorträgen, Workshops und Trainings entscheiden. Die Bandbreite ließ keine Wünsche offen. So gab an theoretischen Einheiten Vorträge einer Universitätsprofessorin zum Thema Stress bei polizeilichen Einsätzen und dem Umgang damit sowie in anderen Einheiten die Möglichkeit, sich über die aktuelle Generation an Tasern zu informieren und ein Trainingsszenario zu durchlaufen. Aber auch etliche andere Theorie-Einheiten mit Themen wie die Nutzung unbemannter Systeme, taktischer und praktischer Notfallmedizin und Informationen zu Sprengmitteln (um nur einige zu nennen) wurden angeboten. Im Praxistraining konnte man mit nahezu allen Waffen und Hilfsmitteln der körperlichen Gewalt trainieren, die im Bereich der sicherheitsbehördlichen Arbeit eingesetzt werden. Auch ganze Sicherheitskonzepte, wie z.B. zur Messerabwehr, wurden vorgestellt.
Kurzum: Es war wieder einmal ein spitzenmäßig organisiertes Seminar mit sehr hohem Wissenstransfer. Vielen Dank an das gesamte Orgateam sowie an sämtliche Trainer für diese geniale Fortbildung.
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23.08.2018

Konfliktkommunikation an der KVHS Norden
Sascha Kühnel
Post 138 Wie im letzten Beitrag bereits berichtet, arbeiten viele junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst absolvieren, in Bereichen, die in den letzten Jahren durch zunehmend mehr Aggressivität und rauere Umgangsformen auffallen - so zumindest die subjektive Wahrnehmung vieler langjähriger Mitarbeiter.
Dementsprechend war heute ein Workshop im Rahmen des Einführungsseminars auch mit der Überschrift "Konfliktkommunikation" versehen.
In den 8 Unterrichtseinheiten ging es neben den dienstlichen Konflikten, mit denen es die jungen Mitarbeiter in ihren zukünftigen Einsatzstätten zu tun haben werden, auch um die Resilienzverbesserung dieser jungen, positiven Menschen.
So waren inhaltlich neben dem Thema "Deeskalation" und verschiedenen Konfliktstrategien  auch der Bereich Körpersprache, die Verbesserung der Schlagfertigkeit, der professionelle Umgang mit Beleidigungen, die Sensibilisierung im Bereich der Wortwahl und noch vieles mehr vertreten.
Am Ende des Workshops gaben die TeilnehmerInnen eine sehr positive Rückmeldung und waren sich einig, dass sie sehr viel aus dem Unterricht zu ihren Einsatzstellen mitnehmen können.
Vielen Dank für die engagierte Mitarbeit und viel Spaß und Erfolg an den zukünftigen Wirkungsstätten.
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22.08.2018

Selbstverteidigungsworkshop an der KVHS Norden
Sascha Kühnel
Post 137 Selbstverteidigung für FSJler und Bufdis? Ist das jetzt schon notwendig?
Um diese Frage zu beantworten muss man ein paar Hintergründe kennen: FSJler und Bufdis (also junge Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst absolvieren) arbeiten in vielen Bereichen, unter anderem auch in Krankenhäusern und Schulen. Allein diese zwei Bereiche zeichnen sich durch eine zunehmende Gewalt gegen MitarbeiterInnen aus, wenn man lediglich die gemeldeten Vorfälle analysiert.
Experten wissen: Selbstbewusste Menschen werden statistisch gesehen weniger häufig Opfer von Gewalt. Selbstsichere Menschen sind auch besser in der Lage, Konflikte kommunikativ auszutragen und Probleme zu diskutieren, da ihr Stresslevel und damit auch ihr Puls niedriger ist.
Wenn man also weiß, wie man sich verteidigen kann und weiß, was man darf und was nicht, so trägt dies bereits im Vorfeld dazu bei, kein Opfer zu werden, denn Täter suchen in der Regel keine selbstbewussten Gegner sondern unsichere Opfer.
Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Es ist vielleicht nicht notwendig, jedoch hat das Wissen um die Selbstverteidigung, rechtliche Grundlagen und mögliche Hilfsmittel durchaus einige positive Nebeneffekte, an die man in erster Instanz gar nicht denkt.
Vielen Dank für die konstruktive und motivierte Mitarbeit beim Workshop!
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01.08.2018

Happy Birthday!!!
Sascha Kühnel
Post 136 Die Akademie wird FÜNF! Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Eben noch in der Gründungsphase, feiern wir heute schon den 5. Geburtstag!
Hinter uns liegen fünf Jahre voller interessanter Erfahrungen, voll neuem Wissen, voll Begegnungen mit tollen Menschen, die wir als Teilnehmer in unseren Seminaren hatten.
Voller Vorfreude auf das nächste Seminar, auf die nächsten Erkenntnisse und Statistiken, die wir praxisnah in unseren Unterricht einfließen lassen werden.
Pünktlich zum Geburtstag kam hier in der Akademie eine Ladung Metallkugelschreiber an, mit denen man toll schreiben oder ein Tablet sowie ein Smartphone bedienen kann. Kugelschreiber, die einen aufgrund der Gravur aber auch gleichzeitig daran erinnern, dass es Situationen geben kann, in denen man sich vor Gewalt schützen muss.
Und Kugelschreiber, die für eines unserer neu entwickelten Konzepte stehen: "Selbstverteidigung mit Kugelschreibern", denn diese nützlichen Schreibgeräte sind ein Alltagsgegenstand und aus keinem Büro oder Haushalt mehr wegzudenken. Was liegt also näher, als diese zur Selbstverteidigung bei massiver Gewalt einzusetzen, der man vielleicht im beruflichen Kontext ausgesetzt ist. Wir werden in Zukunft weiter berichten.

Gleichzeitig möchten wir diesen Tag jedoch ebenfalls nutzen, um all unseren Auftraggebern für das entgegengebrachte Vertrauen zu danken, all unseren Teilnehmern für die lebhaften Diskussionen und die motivierte Mitarbeit, all unseren Ausbildern und Trainern, die uns geholfen haben auf unserem Weg, all unseren Begleitern und Weggefährten sowie last but not least all unseren Referenten und Mitarbeitern, ohne die unsere Akademie einfach nicht so rund laufen würde.

In diesem Sinne: Vielen Dank und Happy Birthday, liebe Akademie!!!
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28.07.2018

Gewaltprävention im Rettungsdienst
Sascha Kühnel
Post 135 Am 27. Juli fuhr Sascha Kühnel zur Rettungsschule Lifetime in Norden, um dort angehende NotfallsanitäterInnen in Deeskalation, Selbstschutztechniken und einigen anderen Bereichen der Gewaltprävention zu unterweisen.
Gerade auch Rettungskräfte werden leider immer häufiger zur Zielscheibe von Gewalt durch Patienten, Angehörige oder unbeteiligten Dritten - nicht zuletzt auch durch vorher konsumierten Alkohol oder die oftmals emotionalen Ausnahmezustände der Hilfesuchenden.
Trotz der sehr warmen Temperaturen waren alle Teilnehmer voll motiviert dabei, was sich in den tollen Beiträgen im Theorieunterricht, im konzentrierten Üben der praktischen Selbstschutz-Techniken und vor allem im routinierten und sicheren Ablauf der präklinischen Notfallversorgung und dem deeskalierenden Umgang mit aggressiven Beteiligten in den abschließenden Szenarientrainings zeigte.
Hier wurde deutlich, welch hohe Qualität die Ausbildung aufweist und über welch umfassende Erfahrung diese angehenden Notfallsanitäter bereits verfügen.
So wurde z.B. im Fall eines Demenzpatienten das Ergreifen des Handgelenks durch den Patienten routiniert direkt zur Pulskontrolle genutzt, bevor der Griff neben dem Gespräch unauffällig gelöst wurde.
In einem anderen Szenario (es ging um die Versorgung einer alkoholisierten Person auf der Straße) traf die Besatzung des Rettungswagens bei einem Umschlagen der Stimmung des Patienten hin zur aggressiv-verweigernden Haltung blitzschnell die richtige Entscheidung und entfernte sich unter Beachtung der Eigensicherung, um so nicht selbst Opfer von Gewalt zu werden. Auch sämtliche anderen Szenarien wurden souverän und sicher gelöst.
Vielen Dank für die tolle, motivierte Mitarbeit und weiterhin eine sichere Zeit im Rettungsdienst!
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20.07.2018

Sicher im Zug
Sascha Kühnel
Post 134 Leider liest man in der Zeitung immer wieder Berichte über Übergriffe auf Zugbegleiter.
 
Aus diesem Grund war Sascha Kühnel am 18. und 19. Juli bei der Deutschen Bahn in Kaiserslautern, um ZugbegleiterInnen noch im Rahmen ihrer Ausbildung wertvolle Tipps zu den Themen Serviceverständnis, Kommunikation und Deeskalation, rechtliche Grundlagen sowie Techniken und Taktiken zum Selbstschutz zu vermitteln.
Da Sascha Kühnel in der Vergangenheit schon Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben geschult hatte, war ihm die Thematik nicht neu. Auch die TeilnehmerInnen hatten in ihrem bisher absolvierten Teil der Ausbildung Einiges zu den rechtlichen Grundlagen sowie zu Kommunikation und Serviceverständnis gehört, so dass es ein lebendiger, von gehaltvollen Diskussionen, interessanten Fragen und fachlichem Austausch geprägter Unterricht war, der die Zeit wie im Flug vergehen ließ.
Immer wieder unterbrachen Mini-Szenarien, Gruppenarbeiten, Videos oder praktische Übungen die Theoriephasen, um so vielfältige Möglichkeiten zum Lernen zu schaffen.
Abschließend ging es in einen zur routinemäßigen Wartung vorgesehenen Zug, in dem die Szenarien wirklichkeitsgetreu durchgeführt werden konnten. So merkte man schnell, wo man taktisch ungünstig stand oder wo man aufgrund der räumlichen Gegebenheiten Probleme hatte, eine sichere Distanz herzustellen.
Die angehenden KundenbetreuerInnen im Nahverkehr - so die korrekte offizielle Bezeichnung - meisterten die konfliktbehafteten Situationen mit Bravour, auch wenn ihnen die langjährige Routine noch fehlt. Jedes Szenario wurde anschließend in der Gruppe ausgewertet und so der Lernerfolg noch verbessert.
Vielen Dank für zwei produktive Tage mit tollen, motivierten und lernwilligen Menschen und viel Erfolg bei der Abschlussprüfung!

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16.07.2018

Drei Tage voller Praxisbezug
Sascha Kühnel
Post 133 Vom 09. - 11. Juli fand in den Seminarräumen der Sportschule Wedau das Seminar "Vorführ- und Sitzungsdienst" für Justiz-WachtmeisterInnen statt.
Burkhard Voß und Sascha Kühnel teilten sich die Leitung und schneiderten die Inhalte und Themen adressatengerecht auf die Anwesenden zu. Dazu führten Sie im Rahmen der Begrüßung eine kurze Erwartungsabfrage durch. Hier zeigte sich erneut, mit welchen akuten Problemen die JustizwachtmeisterInnen zu tun haben.
Neben den geplanten Themen waren zusätzlich u.a. auch Informationen zum Umgang mit kriminellen, integrationsverweigernden Intensivtätern mit Migrationshintergrund gefragt. Die beiden Referenten schafften es, Ihren geplanten Unterricht so zu verändern, dass die TeilnehmerInnen auch für dieses Klientel wertvolle Hinweise mitnehmen konnten.
Geprägt war das dreitägige Seminar vom hohen Praxisanteil. So wurden immer Theorieeinheiten direkt danach in Szenarien umgesetzt. Sei es, dass kommunikativ aggressive Menschen deeskaliert oder Gefangene durchsucht oder gefesselt werden mussten. Besonders viel Spaß machte es den WachtmeisterInnen, selbst in die Rolle des Bösen zu schlüpfen und die Durchsuchung interessanter zu gestalten, indem sie sich vorher selbst mit Gegenständen präparierten.

Die drei Tage vergingen wie im Fluge. Das sehr positive Feedback dokumentierte letztendlich nur das, was die ganze Zeit über zu beobachten war:
Die Referenten hatten es dank guter Methodik und ihres umfangreichen Fachwissens geschafft, die TeilnehmerInnen aktiv ins Seminar einzubinden, zu sensibilisieren, ihre Fragen zu beantworten und ihnen wertvolle Tipps für den Dienstalltag mitzugeben.
Vielen Dank für die super Mitarbeit und Allen einen sicheren Dienst!
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01.07.2018

Praxisorientierte Selbstverteidigung
Sascha Kühnel
Post 132 Was macht eine gute Selbstverteidigung aus? Sie muss einfach zu erlernen sein, leicht zu behalten, muss den psychologischen Besonderheiten und physiologischen Vorgängen, die in Hochstressphasen im Körper ablaufen, Rechnung tragen und vor Allem: Sie muss effektiv sein!
Am 30.06. fand ein Workshop unter dem Titel "Praxisorientierte Selbstverteidigung" im Unisportzentrum Köln statt. Die Teilnehmerinnen bekamen eine kurze theoretische Einführung in die Bereiche Täterprofile und Frühwahrnehmen von körperlicher Gewalt.
Dann ging es in die Praxis. Hier  wurden Situationen vom unerwünschten Griff ans Handgelenk bis hin zu massiven mehrfachen Schlägen durchexerziert. Es galt, sich zu schützen und sich dabei stets vor Augen zu halten, dass die Flucht die beste Alternative ist. Insofern musste also der Kopf während der Verteidigung noch genügend frei sein, um zu schauen, in welche Richtung die Flucht am sinnvollsten ist.
Dies lösten die Teilnehmerinnen mit Bravour so dass Sascha Kühnel sie sogar drei gleichzeitig schlagenden Angreifern aussetzte, während die jeweilige Teilnehmerin mit dem Rücken zur Wand stand. Auch dies absolvierten die Teilnehmerinnen allesamt souverän und gaben auch hier eine positive Rückmeldung.
Ein kurzer theoretischer Ausflug in das Thema "mögliche Hilfsmittel zur Selbstverteidigung" und die dazugehörige Rechtslage ließ alle wieder zu Luft kommen bevor es in die abschließenden Szenarien ging. Hier half auch die kurze Nachbereitung jedes Szenarios in der Gruppe, gemeinsam zu überlegen, was gut gelöst wurde und wo eventuell noch andere Alternativen zur Verfügung gestanden hätten.
Die Zeit war zu kurz, um alle Themen rund um die Selbstverteidigung abdecken zu können, aber das Feedback der Teilnehmerinnen zeigte, dass einige Impulse gesetzt und die Teilnehmerinnen sensibilisiert werden konnten.
Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen für den tollen, kurzweiligen und schweißtreibenden Workshop!
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30.06.2018

Deeskalieren in Konflikten
Sascha Kühnel
Post 131 Haben Sie auch das Gefühl, dass ein bestimmtes Klientel zunehmen den Respekt und die Manieren verliert? Dass Diejenigen immer negativ auffallen und provozieren müssen?
Mit dieser Meinung sind Sie nicht alleine.
Viele Respektspersonen wie Polizisten, Notärzte, Lehrer und auch Justizwachtmeister klagen über eine zunehmende Konfliktfreudigkeit bei gleichzeitiger Beratungsresistenz mancher Leute aus dem kriminellen Milieu.
Aus diesem Grund fand am 29.06. an der Justizakademie in Recklinghausen ein Seminar zum Thema "Deeskalation in Konflikten" für JustizwachtmeisterInnen von Staatsanwaltschaften und Fachgerichten statt.
Geleitet wurde dieses Seminar von Sascha Kühnel. Zu Beginn fragte er nach den typischen Konfliktsituationen im Berufsalltag der WachtmeisterInnen sowie nach den Erwartungen an die Veranstaltung.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse wurden kurz Begrifflichkeiten wie Aggression, Gewalt und Konflikt definiert, bevor es in spannende Themenbereiche wie Körpersprache, Täterprofile und Opfertypen, Frühwahrnehmung von drohender körperlicher Gewalt sowie Deeskalation und der Verbesserung von Kommunikation ging. Neben Gruppenarbeiten wie z.B. zum Ausarbeiten von Deeskalationsstrategien lockerten auch Videos von realen Konflikten als Anschauungsmaterial und natürlich das Absolvieren von Mini-Szenarien das kurzweilige Seminar auf.
Vielen Dank für die engagierte und motivierte Mitarbeit und allen TeilnehmerInnen viel Erfolg beim Deeskalieren.
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23.05.2018

Retten in Zeiten von Amok, Terror und Gewalt gegen Rettungskräfte
Sascha Kühnel
Post 130 Die RettMobil 2018 ist vorbei und es war die beste RettMobil aller Zeiten. Insgesamt besuchten insgesamt 29.618 Besucher vom 16. - 18.05. die Internationale Leitmesse für Rettung und Mobilität, die Zeichen setzt und Impulse gibt.
Sascha Kühnel war ebenfalls vor Ort, um in zwei Workshops Rettungskräfte vor Gewalt zu schützen. Am 17.05. zeigte er in seinem Workshop den TeilnehmerInnen Selbstschutztechniken, falls Patienten, Angehörige oder Dritte körperliche Gewalt ausüben.
Vor Ort war ein Team von Retter TV, dass Eindrücke aus dem Praxis-Workshop einfing und ebenfalls ein Interview mit Sascha Kühnel führte. Das Video finden Sie hier. Den ganzen Beitrag finden Sie unter www.retter.tv.
Tags darauf fand der Workshop zum Früherkennen von potenziell gefährlichen Situationen statt. Hier ging es um das Erkennen von Anomalien und Vorkampfanzeichen im Verhalten anderer Personen. So kann im Einsatz ein drohender Angriff schon sehr früh erkannt, bzw. erahnt werden. Diese Früherkennung hat zum einen den Vorteil, dass man in der Hochstressphase handlungsfähig bleibt und nicht durch einen plötzlich erfolgenden Angriff überrascht wird und dadurch erstarrt. Zum anderen kann man die verbleibende Zeit bis zum Angriff dafür nutzen, seine Kollegen vorzuwarnen, sich zurückzuziehen oder zu deeskalieren.
Vielen Dank an das Orgateam für eine fantastische RettMobil, an Retter TV für den gelungen Bericht sowie an alle TeilnehmerInnen für die motivierte Mitarbeit!
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22.05.2018

Zwei Seminare in Delmenhorst
Sascha Kühnel
Post 129 Prävention ist wichtig! Viel wichtiger als das Aufsammeln der Scherben, nachdem etwas passiert ist. Denn laut Schätzung des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BuAuA) summierten sich in Deutschland die Kosten der Arbeitsunfähigkeit für das Jahr 2015 auf insgesamt 64 Milliarden Euro!

Ein Teil trugen dazu die Folgen von Gewalt am Arbeitsplatz durch Kunden oder Dritte bei.
Aus diesem Grund wurden Melanie Kühnel-Kohler und Sascha Kühnel gebeten, am 10. und 11. 04. zum Thema "Gewaltprävention in der kommunalen Verwaltung" in Delmenhorst zu referieren.
Während die männlichen Mitarbeiter am zweiten Tag mit Sascha Kühnel alleine vorlieb nehmen mussten, hatten die weiblichen Mitarbeiter am ersten Tag weibliche Unterstützung auf Referentenseite durch Melanie Kühnel-Kohler.
Neben weiblichen Denkansätzen brachte sie auch gerade ihre temperamentvolle, geradlinige Art ins Spiel, wenn es darum ging, verbale oder körperliche Grenzen zu setzen oder auch zu verteidigen. Dies demonstrierte sie in den Szenarien, in denen die anschließenden wunderbar zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch genutzt werden konnte sowie im Praxisteil, in denen die Teilnehmerinnen sehen konnten, dass die Selbstschutztechniken auch wirklich gegen größere / stärkere Angreifer funktionieren.
Auch am zweiten Tag luden die vorgestellten Übungen die Teilnehmer zum Mitmachen ein, nachdem man sich bereits vorher mit dem Frühwarnsystem vor körperlichen Angriffen und generell deeskalierendem Verhalten auseinandergesetzt hatte.
Zwei Tage, die wie im Flug vergingen und die ermutigen sollten, seine eigenen Grenzen wahrzunehmen und gegebenenfalls auch zu schützen.
Vielen Dank für die motivierte Teilnahme und weiterhin einen sicheren Dienst!
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24.04.2018

Inverwahrnahme von Waffen und gefährlichen Gegenständen
Sascha Kühnel
Post 128 Die Inverwahrnahme von Waffen und gefährlichen Gegenständen im Berufsalltag von Justizwachtmeistern stellt hohe Anforderungen an selbige. Schließlich ist das deutsche Waffengesetz nicht nur eines der schärfsten, sondern darüber hinaus ist es nicht immer logisch aufgebaut. So gibt es Ausnahmen von Ausnahmen, die die Wachtmeister kennen müssen, um ihren Dienst im Bereich der Einlasskontrolle gewissenhaft verrichten zu können. Am 09. April referierten Burkhard Voß und Sascha Kühnel gewohnt praxisnah zu diesem Thema.
Die zur Justizakademie NRW angereisten TeilnehmerInnen mussten praktisch mitgebrachte Asservate entsprechend des WaffG eingruppieren und konnten anhand einer Rotwaffe den sicheren Umgang mit einer Schusswaffe auffrischen.
Vielen Dank für die motivierte Mitarbeit und für das wieder einmal sehr positive Feedback!
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13.04.2018

SAVE THE DATE
Sascha Kühnel
Post 127 Am 16. - 18. Mai 2018 findet die 18. Auflage der RettMobil statt. Sie ist die Europäische Leitmesse für Rettung und Mobilität. Wie bereits im letzten Jahr wird auch dieses Mal Sascha Kühnel vor Ort sein, um Rettungskräfte vor Gewalt im Einsatz zu schützen.
Konkret gibt er am 16. 05. einen Workshop zum Thema "Selbstschutztechniken (Selbstverteidigung) für Rettungskräfte, in dem er einfache aber stressresistente Techniken vermittelt, die bei körperlichen Angriffen Leib und Leben schützen können.
Am 17.05. wird er in seinem Workshop das "Erkennen von Vorkampfanzeichen als Frühwarnsystem vor körperlicher Gewalt" schulen. Neben diesen beiden finden auch viele andere Workshops mit Top-Referenten statt. So freut es uns z.B., dass sich Stefan Martini dem aktuellen Thema "Massenanfall von Verletzten (MANV) bei einer Terrorlage" widmet.
Wenn Sie im Rettungswesen tätig sind, halten Sie sich die drei Tage frei und kommen Sie zur RettMobil, es lohnt sich!
Hier geht es zum offiziellen Flyer der RettMobil 2018 mit sämtlichen Infos und Veranstaltungen.
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15.02.2018

Gewaltprävention für Führungskräfte
Sascha Kühnel
Post 126 Warum befassen sich Führungskräfte überhaupt mit Gewaltprävention? Eine interessante Frage. Zumal man doch davon ausgeht, dass Führungskräfte meist keinen (regelmäßigen) Kontakt mit Kunden haben und somit auch weitaus weniger häufig verbalen oder körperlichen Angriffen ausgesetzt sind.
Oftmals äußern Vorgesetzte auch "es gibt hier gar keine verbalen oder körperlichen Angriffe", obwohl nicht nur die Mitarbeiter anderes verlauten lassen, sondern auch die Statistiken der Unfallkassen ein anderes Bild zeichnen.
Umso positiver ist es natürlich, wenn Führungskräfte sich diesem Thema widmen und nicht nur ihre Mitarbeiter in Gewaltprävention schulen lassen, sondern sich selbst informieren, wie sie ihrer Fü(h)rsorgepflicht nachkommen und mit welchen Maßnahmen sie ihre Mitarbeiter möglichst gut vor Gewalt am Arbeitsplatz schützen können.
Dies war auch Thema des Seminars am 13. 02. 2018, als Sascha Kühnel in der Stadtverwaltung Delmenhorst vor Führungskräften über Gewaltprävention referierte. Dabei war zu erkennen, dass bereits viel getan wird. Interessant war für die meisten das Thema Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Hierunter versteht man alle Maßnahmen, die den betroffenen Mitarbeitern (sowie auch anderen betroffenen Personen) helfen, schnellstmöglich traumatische Erfahrungen durch gewaltbehaftete Situationen zu verarbeiten und zu bewältigen.

Dabei gilt grob gesagt: Je früher die PSNV ansetzt, umso geringer die negativen Folgen für die Betroffenen. Mit anderen Worten: Die Führungskräfte sollten bereits im Vorfeld aktiv werden, um im Notfall schnell und richtig agieren zu können.
Der Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Fachbereichen war für alle Teilnehmer interessant, ebenso der Einblick, was alles zur Gewaltprävention für Mitarbeiter beiträgt und wo man jeweils ansetzen kann.
Vielen Dank für die motivierte Mitarbeit und das tolle Seminar!
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22.01.2018

Einlasskontrolle für Justiz-Wachtmeister
Sascha Kühnel
Post 125 Alles andere als graue Theorie vermittelten Cornelius Baar und Sascha Kühnel am 15. und 16. Januar in Duisburg beim Seminar "Einlasskontrolle" den angereisten Wachtmeisterinnen und Wachtmeistern.

Nach der Vorstellungsrunde wurden die Erwartungen abgefragt, um die Weichen für die zwei Tage intensiven Lernens und Austausches richtig zu stellen.

Die Theorie war praxisnah und anhand von Szenarien wurden heikle oder schwierige Sachverhalte erörtert, wobei alle TeilnehmerInnen vom Erfahrungsaustausch profitierten.
Die Meinung war am Ende einstimmig: Die Fortbildung hätte durchaus einen Tag länger sein dürfen.
Vielen Dank für die motivierte Mitarbeit und weiterhin viel Erfolg beim Deeskalieren erhitzter Gemüter!
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08.01.2018

Sichere Pflegekräfte
Sascha Kühnel
Post 124 Neues Jahr, neue Sicherheit. Dies gilt für zwei Pflegeklassen der Louise von Marillac - Schule in Köln. Denn am 04. und 05. Januar 2018 referierte Sascha Kühnel dort über betriebliche Gewaltprävention. Wie kann man verbal aggressive Patienten oder Angehörige mittels Kommunikation deeskalieren, gewaltbereite Mitmenschen frühzeitig wahrnehmen oder sich auch aus dem Griff ans Handgelenk befreien, ohne dem Angreifer dabei weh zu tun? Solche und andere Fragen beschäftigten die angehenden Pflegekräfte.
Durch praktische Übungen, Videos  oder auch Szenarien, die zu absolvieren waren, war der Unterricht alles andere als trocken und forderte die TeilnehmerInnen zum Mitdenken und Mitmachen auf. Dabei kamen Diskussionen auf, die zeigten, auf welch fachlich hohen Niveau die PflegeschülerInnen bereits sind. Wir wünschen weiterhin sicheres Arbeiten auf den Stationen!
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