AKTUELLES

Hier finden Sie News, kurze Artikel und Berichte von Seminaren rund um die Akademie und die Themen "Gewaltprävention am Arbeitsplat", "Prävention von Häuslicher Gewalt" und "Gewaltprävention im öffentlichen Bereich". Falls Sie ältere Beiträge lesen möchten, so gelangen Sie durch Klick auf die entsprechende Jahreszahl direkt zu diesen Beiträgen. Viel Spaß beim Lesen!
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24.12.2014

Frohe Weihnachten!
Sascha Kühnel
Post 27 Die Akademie wünscht Allen Frohe Weihnachten und erholsame Festtage! Und für alle, die an den Feiertagen trotzdem arbeiten müssen, auch einen ruhigen und sicheren Dienst!






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14.12.2014

Fortbildungswoche für Trainingsleiter & Trainer der Justiz
Sascha Kühnel
Post 26 Auch dieses Jahr machten sich Trainingsleiter und Trainer der Justiz NRW am 08.12. wieder auf den Weg ins Jugendferiendorf Hinsbeck, um sich dort weiterbilden bzw. auch ihre vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannte Trainerlizenz verlängern zu lassen. Neben Theorieeinheiten und dem Austausch bezüglich dienstlich zugelassener Techniken standen dieses Jahr die Arbeit mit Körperschutzausstattung und das Szenarientraining im Mittelpunkt. Beim Arbeiten mit der KSA wurde allen Trainierenden schnell die Vor- und Nachteile bewusst. In kleineren Szenarien konnten die Teilnehmer ihre Fertigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen erproben.
Im Szenarientraining tags darauf wurde neben der praxisnahen Ausgangslage auf eine realistische Unfalldarstellung mit Filmblut (und entsprechend weiterem Verlauf der Lage abhängig von den durchgeführten Ersthelfer-Maßnahmen) geachtet. Die Videoauswertung der Szenarien zeigte deutlich, dass es bei solchen komplexen Situationen keine perfekte Lösung gibt, sondern nur individuelle Lösungsansätze, die von der Ausgangslage sowie den eigenen Fertigkeiten des Teams abhängen. Die Rückmeldung der Teilnehmer war sehr positiv so dass freitags nicht nur die Teilnehmer, sondern auch das Lehrteam sehr zufrieden die Rückreise antrat. Vielen Dank für eine tolle Woche!
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12.11.2014

Seminar "Vorführ- & Sitzungsdienst" für Justizwachtmeister
Sascha Kühnel
Post 25
Am 10. und 11. November 2014 fand in Werl aufgrund der großen Nachfrage ein weiteres Mal eine Fortbildungsveranstaltung für Justizwachtmeister mit dem Thema "Vorführ- und Sitzungsdienst" statt.
Gerhard Kandora, Arthur Vorreiter, Burkhard Voß und Sascha Kühnel gestalteten einen Mix aus Theorie und Praxis. Neben der Vermittlung von wichtigem Wissen für den Dienstgebrauch wurden auch reale Videos von Zugriffen und anderen Hochstress-Situationen in der Gruppe analysiert, getreu dem Motto:  Aus der Praxis für die Praxis.
Des Weiteren wurden mehrere Mini-Szenarien durchgeführt, so dass die Teilnehmer auch in diesem Bereich ihre Erfahrungen machen konnten.
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03.11.2014

Eine ereignisreiche Woche
Sascha Kühnel
Post 24
Neben etlichen erfahrenen Polizeiausbildern nahmen unter anderem auch drei dienstlich entsandte Mitglieder des Lehrteams der Justiz NRW an der diesjährigen Trainer-B-Ausbildung (Profil Breitensport Polizei) des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes teil. Während andere Ausbildungen z.B. auf die Trainertätigkeit im Leistungssport vorbereiten, wird in diesem Profil sehr viel Wert auf Praxisbezug und eine gute Umsetzbarkeit im Einsatztraining der Behörden geachtet. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der realistischen Abwehr von diversen Angriffen (mit und ohne Waffen) und dem Einsatz der dienstlichen Hilfsmittel und Waffen.
Aber auch die Abrufbarkeit von motorischen Handlungen unter Stress, die man gezielt im Szenarientraining festigt, war immer wieder ein Thema. Allgemeines sportbezogenes Wissen wie z.B. Funktionelles Training, Entwicklungspsychologie oder Methodik / Didaktik wurde u.a. von Sascha Kühnel unterrichtet und konnte von allen Teilnehmern in der Abschlussprüfung abgerufen werden.
Auch abends saßen Teilnehmer und Ausbilder noch lange zusammen und tauschten Sichtweisen und Denkansätze aus, so dass der Anteil des informellen Lernens sehr hoch war.
Herzlichen Glückwunsch an alle neuen Inhaber der Trainer B-Lizenz!




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26.09.2014

Zwei Jahre - Ein Rückblick
Sascha Kühnel
Post 23 Heute jährt sich zum zweiten Mal der Todestag von Irene M. Ein Tag, der für sie ganz normal begann und an dem sich doch alles veränderte. Für sie und für ihre Familie, aber auch für ihre Kolleginnen und Kollegen.

Irene M. war Mitarbeiterin des Jobcenters in Neuss. Exakt heute vor zwei Jahren, am 26.09.2012, stach Ahmed, M. dreimal mit einer 20 cm langen Klinge auf Irene M. ein. Sie verstarb an den ihr beigebrachten Stichverletzungen.

Auslöser für das Ganze war ein Missverständnis.
Der 52-Jährige Arbeitslose hatte laut seinen eigenen Angaben eine Erklärung, die die interne Datenweitergabe regelt, missverstanden. So bewaffnete sich der fünffache Familienvater mit zwei großen Küchenmessern und machte sich auf den Weg zum Jobcenter. Da sein eigentlicher Sachbearbeiter, den er bezüglich seiner Daten zur Rede stellen wollte, nicht da war, entlud sich seine Wut auf Irene M.

Doch auch, wenn der Täter mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilt ist, so ist der Vorfall noch jeden Tag in den Köpfen der Neusser präsent: Ein Kollege blickt zurück und sagt, dass es ihnen vorher nie in den Sinn gekommen sei, jemand könne mit einem Messer auf die Mitarbeiter losgehen.

Die Frage, die sich stellt: Wie sehen die Mitarbeiter jetzt ihre Kunden? Schlummert in jedem Kunden ein Attentäter? Ist jeder Griff in die Jackentasche ein Griff zur Waffe? Wie viel Vertrauen ist in der Beziehung ?Sachbearbeiter ? Kunde? auf lange Zeit zerstört worden? Wie viele Mitarbeiter sind traumatisiert worden? Welcher Preis wurde im Jobcenter Neuss für die Unbefangenheit gezahlt?

Mit Sicherheit ein viel zu hoher Preis. Nach 18 Monaten ein Rückblick: Insgesamt fünf Mitarbeiter haben sich einen neuen Job gesucht oder sind noch krank geschrieben. Und das trotz der Betreuung durch Notfallseelsorger, Ärzte und Psychologen. Eine erschreckende Bilanz.

Viele Experten gingen anschließend der Frage nach, wie man diese Tat hätte verhindern können. Es wurde im Rahmen des Arbeitsschutzes geprüft, welche Technischen, Organisatorischen und Personellen Maßnahmen gegriffen hätten. Man gab Vorschläge heraus und veröffentlichte diese Informationen.
Andere Jobcenter nutzten das Wissen, ließen ihre Mitarbeiter weiterbilden und veränderten Arbeitsorganisation und bauliche Gegebenheiten.

Jedoch muss man feststellen, dass die Schreckenstat von Neuss nicht in den Köpfen aller Entscheider angekommen ist: Noch immer finden sich Jobcenter und Niederlassungen der Arge, in denen man nur einen (oder mehrere) Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes findet, der (die) die Sicherheit aller Beschäftigten gewährleisten soll(en). Dies wird durch die Tatsache erschwert, dass ein Teil des oft schlecht ausgebildeten Sicherheitspersonals übergewichtig ist, aber auch dadurch, dass die Sicherheitsbediensteten in allgemeine Verwaltungsaufgaben (wie Briefe eintüten und zukleben oder Botengänge) eingebunden werden. Dadurch können sie jedoch nicht ihrer Primäraufgabe (Musterung der Neuankömmlinge sowie permanente Musterung aller anwesenden Besucher auf unterschwellige Aggressivität, Anomalien und Vorkampfanzeichen) nachkommen.

Sicher fragen sich viele Leser jetzt: ?Ist das denn wirklich so wichtig?? Dazu ein Beispiel:
Im Mai 2013 schlich sich im Jobcenter Leipzig ein Arbeitsloser, der bereits wegen mehrfacher Drohungen Hausverbot hatte, am Sicherheitspersonal vorbei und schlug mit einem Hammer auf eine Sachbearbeiterin ein. Diese wurde von einem 37jährigen gerettet. Einem Kunden wohlgemerkt. Der Sicherheitsdienst kam erst später zur Hilfe, als der Angreifer schon auf dem Boden fixiert war.
Dem stellvertretenden Vorsitzenden der Komba Gewerkschaft NRW Andreas Hemsing nach sind solche medienwirksamen Taten nur die Spitze des Eisberges. Jedoch gehören die niederschwelligen Auswüchse der Gewalt in vielen Bereichen zum Arbeitsalltag.

Einer jüngst veröffentlichten Studie zu Folge gab es bei schweren Gewalttaten in Behörden in neun von zehn Fällen vorher Anzeichen bzw. Auffälligkeiten. So folgern die Autoren der Studie, dass es am Sinnvollsten sei, den Mitarbeitern das frühe Erkennen von solchen Auffälligkeiten und Warnsignalen beizubringen.
Dies ist auch der Ansatz der Akademie für Gewaltprävention am Arbeitsplatz, denn es nützt nichts, schlecht ausgebildeten und unterbezahlten Sicherheitsdienstmitarbeitern die Verantwortung für die Gesundheit aller Mitarbeiter zu überlassen, sie noch durch Aufgaben in der Behörde abzulenken, für die sie nicht eingestellt wurden und sich dann anschließend darüber zu beklagen, wie schlecht die Welt ist und dass man dieses Ausmaß an Gewalt ja nicht hätte vorausahnen können.
Die Neusser Jobcentermitarbeiter leiden noch heute unter den Folgen der Tat. Und wenn durch den Tod von Irene M. kein Umdenken in den Behörden stattfindet, dann ist sie umsonst gestorben.

Auch wenn man nie eine 100%ige Sicherheit herstellen kann, so kann man durch eine sinnvolle Prävention die Wahrscheinlichkeit eines solchen Übergriffs erheblich senken. Denn jeder Übergriff ist einer zuviel.

Bleiben Sie gesund!
Ihre Akademie
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15.08.2014

Ist Gewalt gegen die eigene Person ein Tabuthema?
Sascha Kühnel
Post 23
Es gibt in unserer Gesellschaft einige Tabu-Themen. Obwohl diese viele (wenn nicht sogar alle) von uns betreffen, redet nahezu niemand darüber. Spricht man solch ein Thema an, so bekommt man oft den Eindruck, der Gesprächspartner verkrampft. Seine Stimme wird höher und und die Körpersprache ändert sich. Deutliche Anzeichen für Stress. Allein über diese Tabuthemen nachzudenken ist unangenehm. Also schiebt man diese Gedanken weit weg. Wie beispielsweise das eigene Testament, was man immer noch nicht aufgesetzt hat, da einem der Gedanke an den eigenen Tod Angst macht.

Die Fachleute sprechen hier von
?kognitiver Distanz?.


Wenn Sie sich nie mit dem Gedanken beschäftigt haben, das eigene Haus könne abbrennen (weil das eine unangenehme Vorstellung ist, die Ihnen Stress verursacht), kämen Sie ebenfalls nicht auf die Idee, eine zweite Außentür als möglichen Fluchtweg einbauen zu lassen oder Rauchmelder zu installieren, die Ihnen und Ihren Liebsten im Fall des Falles das Leben retten können.

Ähnlich ist es mit der Gewaltprävention, wenn Sie sich z.B. ständig einreden, Gewalt widerfahre nur den Anderen (ohne sich je mit der Materie beschäftigt zu haben). Bisher ist Ihnen ja auch noch keine Gewalt widerfahren. Aber auch John Lennon wurde sein ganzes Leben lang nie erschossen ? bis zu dem Tag, an dem er erschossen wurde. Nur weil etwas bisher noch nie passiert ist, heißt es nicht, dass es auch nie passieren wird.

Es gibt gewisse Muster, nach denen Gewalttäter ihre Opfer auswählen. Und genau hier kann man ansetzen, sich aus der Opferrolle zu befreien. Gänzlich falsch ist es jedoch, den Kopf zwischen die Knie zu stecken und so zu tun, als wäre dieses ganze Aufheben um Gewalt am Arbeitsplatz völlig übertrieben und unangemessen.

Passen Sie auf sich auf!
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13.07.2014

Gelungene Fortbildung!
Sascha Kühnel
Post 22 Bei strahlendem Sonnenschein ging es erneut zur Fortbildung nach Uelzen. Zum 10. Internationalen Bundesseminar für Kräfte der Polizei, der Justiz, des Zolls und des Militärs, das vom 11. - 13.07. stattfand. Die insgesamt knapp 300 Teilnehmer (die sogar teils aus der Ukraine angereist waren) erwartete eine große Bandbreite an interessanten Themen rund um Vorkampfanzeichen, Technik und Taktik, Waffenhandling- und -sicherung und vieles andere mehr. Die rund 40 Trainer gaben insgesamt 85 Einheiten, so dass die Wahl zwischen den jeweils zehn gleichzeitig stattfindenden Einheiten schwer fiel.
Es war wieder eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der man mit viel neuem Wissen erschöpft aber zufrieden nach Hause fuhr. Vielen Dank!
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20.06.2014

Die neuesten Infos und Artikel direkt auf Ihr Smartphone
Sascha Kühnel
Post 22
Verpassen Sie keinen neuen Post der Akademie für Gewaltprävention am Arbeitsplatz mehr! Installieren Sie unsere kostenlose App (momentan für Smartphones mit Android, iOS und Windows verfügbar) und bleiben Sie mit unseren News und Beiträgen rund um das Thema ?Gewaltprävention am Arbeitsplatz? und die Akademie auf dem Laufenden. Nutzen Sie die Möglichkeit, Beiträge direkt von Ihrem Handy aus zu kommentieren oder zu liken!

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07.06.2014

Seminar "Vorführ- & Sitzungsdienst" für Justizwachtmeister
Sascha Kühnel
Post 21
Am 05. und 06. Juni 2014 fand in Werl der zweite und letzte Teil der Fortbildungsveranstaltung für Justizwachtmeister statt. Thema war dieses Mal der Vorführ- und Sitzungsdienst.
Cornelius Baar, Burkhard Voß und Sascha Kühnel sprachen nicht nur über Themen wie ?Sitzungspolizeigewalt?, ?Vorkampfanzeichen?, ?Fesselung? und ?Durchsuchung von Gefangenen?, sondern gaben den Teilnehmern auch Zeit zum praktischen Üben. Anhand von realen Videos konnten die Teilnehmer sehen, was passieren kann, wenn man falsch handelt oder wichtige Warnsignale außer Acht lässt.
Als Abschluss der zwei Tage wurden mit den über 20 Wachtmeisterinnen und Wachtmeistern Mini-Szenarien durchgeführt, in denen die Teilnehmer realitätsnahe dienstliche Situationen zu bewältigen hatten. So konnte jeder selbst sehen, ob er bzw. sie im absolvierten Szenario alles optimal unter Kontrolle hatte. Das Lehrteam gab anschließend ein kurzes Feedback und gegebenenfalls taktische Tipps, wie man sich die Arbeit erleichtern und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen kann, so dass es im Dienst noch besser läuft.

Vielen Dank an die anderen Referenten und die tolle Gruppe! Es hat wieder viel Spaß gemacht.
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12.05.2014

Was tragen Sie denn so bei sich?
Sascha Kühnel
Post 20
Die Abkürzung ?EDC? steht für ?Everyday carry?, also für diejenigen Sachen, die man (z.B. in der Handtasche oder in der Kleidung) ständig  mit sich führt.

In der heutigen Zeit sind das sicherlich meistens
  • Handy
  • Armbanduhr
  • Geldbeutel
  • Schlüssel (Auto- und / oder Hausschlüssel)
Dazu könnten noch vielleicht ein Taschenmesser, eine Taschenlampe, Kaugummis, Bonbons Schlüsselanhänger, ein Feuerzeug, Deo, Kugelschreiber, ein USB-Stick, Notfallmedikamente, die aktuelle Ausgabe der FAZ oder andere Dinge kommen.

Was haben diese Gegenstände gemeinsam?


Sie alle haben eine bestimmte Funktion und sind mehr oder weniger klein und leicht. Schließlich käme niemand auf die Idee, Tag für Tag einen großen Rucksack mit sich herum zu tragen.

Es gibt seit langer Zeit Menschen, die sich auf schlimme Situationen (auf Naturkatastrophen, einen weiteren Krieg, oder einfach nur darauf, überfallen zu werden) vorbereiten. Die meisten dieser sorgsamen Mitbürger wohnen in den USA und werden als ?Preppers? bezeichnet.

Aber was hat das nun mit Selbstverteidigung zu tun?

Ganz einfach: Alles, was Sie jeden Tag mit sich tragen, dient Ihnen im Notfall als Hilfsmittel oder Waffe, wenn Sie kreativ sind.

Natürlich kann man nicht von jedem mitgeführten Gegenstand erwarten, dass er ein Messer oder eine Schusswaffe egalisiert. Jedoch gibt es mehr hilfreiche Gegenstände als vermutet.

Beispiele gefällig?
  • Wenn Sie in der Hosentasche einige kleine Münzen haben, können Sie diese dem Angreifer ins Gesicht werfen, bevor Sie Ihre geplante Aktion durchführen. Dies wird den Angreifer nicht außer Gefecht setzen, für ein kleines Ablenkungsmanöver reicht es jedoch.
  • Eine starke Taschenlampe hat im Dunkeln durchaus die Fähigkeit, den Angreifer kurz zu blenden, bevor man aktiv wird. Besonders sind hier die taktischen Taschenlampen zu erwähnen, die über einen sogenannten Stroboskop-Modus verfügen.
Denken Sie nach, sicherlich fallen Ihnen noch mehr Beispiele ein.
Machen Sie ein Spiel daraus und versuchen Sie, für jeden der von Ihnen mitgeführten Gegenstände mindestens eine Verwendung im Bereich der Selbstverteidigung zu finden.

Haben Sie einen Büro-Arbeitsplatz, so können Sie das Spiel auch mit den Gegenständen in Ihrer Reichweite spielen. Doch Vorsicht: Diese Gegenstände können einem versierten Angreifer ebenfalls als Waffe dienen. Hier kann ?weniger? auf Ihrem Schreibtisch durchaus ?mehr? sein.

Je mehr Sie sich mit der Thematik ?Selbstverteidigung? beschäftigen, um so einfacher und schneller wird es Ihnen in einer bedrohlichen Situation fallen, Hilfsmittel zu Ihren Gunsten einzusetzen.

Seien Sie vorbereitet!

Ihre Akademie
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28.04.2014

Haben Sie heute schon gefeiert?
Sascha Kühnel
Post 19
Nein? Dann wird es aber Zeit! Denn heute ist der 28. April, der Internationale Tag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

Freuen Sie sich, wenn Sie an einem gesunden und sicheren Arbeitsplatz arbeiten dürfen. Längst nicht Alle haben dieses Privileg, auch nicht in Deutschland.
Leider gibt es viele Berufe, die allein durch die Aggressivität und Gewaltbereitschaft von Anderen (seien es Kunden, Patienten, Leistungsempfänger oder deren Angehörige bzw. Freunde) gefahrenbelastet werden.

Diese Art von Gefahr ist schwer einzugrenzen. Auf einer Baustelle können die Arbeiter Gefahren relativ gut durch Schutzkleidung (z.B. Sicherheitshelm, Handschuhe, ?) oder entsprechend gesicherte Maschinen vermeiden. Aber was macht ein Arzt? Beim Abhören eines Patienten hat er unmittelbaren Körperkontakt. Hier hilft keine gesicherte Maschine und entsprechende Schutzkleidung existiert auch nicht.

Ein Arzt? Werden Ärzte denn überhaupt angegriffen? Die Antwort ist genauso erstaunlich wie erschütternd: Ja! Leider!

Bereits im Jahr 2000 vermutete eine wissenschaftliche Studie, dass jeder sechste Internist schon einmal verprügelt wurde. Hier existiert wohl eine hohe Dunkelziffer, da viele Fälle ? aus welchen Gründen auch immer ? nicht gemeldet werden.

Besonders gefährdet sind Notaufnahmen, psychiatrische Einrichtungen und Hausarztpraxen, die ohne vorherige Selektion oftmals intoxikierte, erregte oder bewusstseinseingeschränkte Patienten behandeln sollen.

Tendenziell sind naturgemäß medizinische Einrichtungen in Ghettos oder in sozialen Brennpunkten stärker betroffen.

Für alle dort tätigen medizinischen Kräfte gilt: Seien Sie trotz der großen Arbeitsbelastung wachsam, versuchen Sie im Gespräch, erhitzte Gemüter zu beruhigen und achten Sie in angespannten Situationen auf Vorkampfanzeichen.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!
Ihre Akademie
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31.03.2014

Foto- und Filmaufnahmen
Sascha Kühnel
Post 18 Am Wochenende herrschte herrliches Wetter. Genau richtig, um mit einem tollen Team Foto- und Videoaufnahmen zu machen, die in zukünftigen Schulungen und Seminaren Verwendung finden sollen.
Es konnte dank der guten Vorbereitung und der überzeugenden Darsteller sehr gutes Material erstellt werden, von dem mit Sicherheit viele Teilnehmer profitieren werden.
Vielen Dank an das gesamte Team!


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28.03.2014

Was ist eigentlich Gewalt?
Sascha Kühnel
Post 17
Generell gibt es drei Arten von Gewalt:
Körperliche, seelische und strukturelle Gewalt.
Die körperliche Gewalt ist vielleicht die gängigste Form. Gibt ein dicklicher Junge einem anderen Kind (z.B. einem zerbrechlich wirkenden Mädchen) auf dem Pausenhof eine Ohrfeige, so ist das körperliche Gewalt. Jeder sieht sofort, dass der Junge der Täter ist und das Mädchen das Opfer.
Aber was ist, wenn genau dieses Mädchen den Jungen die letzten Tage immer mit Worten wie "Dickie", "Fettsack", "Mampfgesicht" und anderen verletzenden Bezeichnungen beleidigt hat?
Und zwar immer dann, wenn es keine Zeugen gab. Diese Form von Gewalt seitens des Mädchens wird als "seelische Gewalt" bezeichnet. In diesem Zusammenhang hört man auch oft den Begriff ?Mobbing?. Oftmals können sich Mädchen besser mit Worten wehren als Jungs. Wem keine Erwiderung einfällt, der kann sich nicht mit Worten wehren, wie die Erwachsenen das oft predigen, sondern der schlägt zu, wie der Junge im Beispiel.

Die Folge davon: Das Mädchen läuft mit roter Wange zum Lehrer, der Junge muss nachsitzen. Diese Sanktion durch den Lehrer ist die dritte Form von Gewalt, nämlich "strukturelle Gewalt". Sie ist zwar vergleichsweise unbekannt, jedoch allgegenwärtig. Denn strukturelle Gewalt ist genauso auch die Sechs im Zeugnis oder die Tatsache, dass man an einer roten Ampel anzuhalten hat. Auch an der roten Ampel einer Kreuzung im Nirgendwo. Auch bei Nacht, obwohl kein anderes Auto weit und breit zu sehen ist.

Strukturelle Gewalt ist also immer das, was "von oben" angeordnet wurde. Die meisten Menschen empfinden das Anhalten an einer roten Ampel nicht als Gewalt, doch für manche ist es das schon. Es hängt also immer vom Einzelnen ab. Fühlt sich ein Schüler schlecht aufgrund der Sechs auf dem Zeugnis, so leidet seine Seele. Bei struktureller Gewalt ? wenn man es als Gewalt empfindet ? ist also genauso wie bei körperlicher Gewalt immer seelische Gewalt beteiligt.

Tragen hingegen zwei befreundete Boxer ein Sparringsmatch aus, so werden beide sicherlich mehrmals durch den anderen getroffen, was zu körperlichen Schmerzen führt. Trotzdem käme keiner der Beiden auf die Idee, dies als körperliche Gewalt zu sehen, da sie beide damit einverstanden waren. Ihre Seele wurde also nicht verletzt. Es lag also keine seelische Gewalt vor.

Man kann also sagen, dass Gewalt immer aus Opfersicht definiert wird und dass Gewalt immer dann existent ist, sobald seelische Gewalt vorliegt.

Die Akademie wünscht ein sonniges und gewaltfreies Wochenende!
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24.03.2014

Kurze Info zum Webauftritt:

Sascha Kühnel
Post 16
Die Akademie für Gewaltprävention am Arbeitsplatz ist ab sofort auch unter www.gewaltpraevention.academy online erreichbar.

Da ab und an neue Inhalte dazu kommen, lohnt sich ein regelmäßiger Besuch.

Viel Spaß beim Lesen.


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20.03.2014

Quartalstraining in der Justiz NRW

Sascha Kühnel
Das Lehrtrainerteam für die Gerichtsbarkeiten traf sich am 19.03.2014 unter der Leitung von Sascha Kühnel im Landgericht Münster, um das erste Quartalstraining des Jahres zu absolvieren.
Post 15 Es wurden nicht nur vergangene Veranstaltungen reflektiert; ebenfalls wurde der Blick nach vorne gerichtet, um in Zukunft noch bessere Fortbildungen adressatengerecht anbieten zu können.
Schwerpunkt war an diesem Tag jedoch die Praxis, wo man sich über Technikdetails Gedanken machte, Erfahrungen austauschte und die technisch-taktischen Fertigkeiten verfeinerte. Eine lohnende, wenn auch schweißtreibende Aufgabe.

Vielen Dank ans motivierte Lehrteam!
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13.02.2014

Warum ein aufgeräumter Schreibtisch zu Ihrer Gesundheit beitragen kann

Sascha Kühnel
Wie sieht es auf Ihrem Schreibtisch auf? Ist er leer und Sie sind nahe dran am papierlosen Büro? Oder stapeln sich Akten und Briefe neben Kugelschreibern, Handy, Locher und Tacker?
Post 14

Und was hat ein leerer Schreibtisch überhaupt mit Gewaltprävention zu tun?

Wenn wir uns die Menschen ansehen, die an Ihrem Arbeitsplatz körperlich gewalttätig werden, so kann man sie in zwei Gruppen unterteilen:
  1. Diejenigen, die sich diesen körperlichen Angriff vornehmen (geplante Gewalt)
  2. Diejenigen, die aus dem Affekt heraus handeln (spontane Gewalt)
Die erste Gruppe plant ihr Handeln schon zu Hause oder unterwegs und hat sich bereits vor Betreten Ihres Büros mit gefährlichen Gegenständen oder Waffen ausgerüstet. Dies war auch der Fall bei der tödlichen Messerattacke vom 26. September 2012 im Jobcenter Neuss ? hier war der Angreifer mit zwei (25cm und 30cm langen) Küchenmessern bewaffnet.

Die Angreifer aus der zweiten Gruppe planen den körperlichen Angriff jedoch nicht vorher. Er findet spontan statt. Hier eskaliert das Gespräch und führt dazu, dass der Kunde Sie evtl. nicht nur bedroht und / oder beleidigt, sondern sogar körperlich angreift. In manchen dieser Fälle wird ein sich in der Nähe befindlicher Gegenstand benutzt, um die Wucht des Angriffs zu verstärken.
Wer sich damit auseinandersetzt, merkt schnell, wie spitze Gegenstände (Schere, Brieföffner oder Kugelschreiber) eingesetzt werden können, um die Angriffswirkung zu maximieren. Aber auch ein Handy, ein Locher, ein Tacker, ein Keramik-Kaffeebecher und andere Bürogegenstände können durch den Angreifer Verwendung finden.

Will man die Gefahr minimieren und den Schreibtisch leerräumen, so muss man Gefahr und Praktikabilität gegeneinander abwägen. Wenn man einen Gegenstand wie einen Tacker im Durchschnitt alle 5 Minuten benötigt, macht es aus Sicht des Arbeitsablaufes keinerlei Sinn, ihn nach jedem Gebrauch wieder in der Schreibtischschublade einzuschließen. Umgekehrt müssen auch nicht alle selten benötigten Utensilien tagelang auf dem Schreibtisch liegen bleiben.

Wenn man etwas nachdenkt, findet man sicher ein paar Gegenstände, die man wieder in den Schubladen verstauen kann. Andere ? häufig benötigte ? Gegenstände kann man vielleicht so auf der vom Kunden abgewandten Hälfte des Schreibtischs platzieren, dass ein potenzieller Angreifer keinen direkten Zugriff darauf hat.

Übrigens: Ein gut aufgeräumter Schreibtisch wirkt nicht nur auf Chef und Kunden besser, sondern erhöht auch Ihre Produktivität.

Die Akademie wünscht Ihnen auch weiterhin ein sicheres Arbeiten!

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06.02.2014

Seminar Einlasskontrolle für Justizwachtmeister

Sascha Kühnel
Vom 03. - 05. Februar 2014 fand in Werl für Justizwachtmeister die erste Fortbildung des Jahres mit dem Thema ?Einlasskontrolle und Inverwahrnahme von Waffen und gefährlichen Gegenständen? statt. Die Veranstaltung stand unter der Leitung von Gerd Kandora, Sascha Kühnel und Arthur Vorreiter.
Post 13
Die 25 Teilnehmer verbrachten drei kurzweilige Tage und konnten sicherlich einiges an neuem Wissen mit in ihre Heimatbehörde nehmen.

Im April geht es in die zweite Runde, wenn der Fokus auf ?Vorführ- und Sitzungsdienst? liegt.

Bis dahin wünscht die Akademie eine sichere Zeit in der Einlasskontrolle!




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31.01.2014

Messerabwehr ? Unterschiede zwischen Training und Realität

Sascha Kühnel
Sehr viele Kampfsportler trainieren die Abwehr von Angriffen mit Messer. Jedoch gibt es zwischen Training und Realität oftmals gravierende Unterschiede. Hier sehen Sie acht dieser Unterschiede aufgelistet:
Post 12

  1. In der Realität weiß man nicht, wann ein Angriff erfolgt. Dies ist ein deutlicher Vorteil für den Angreifer.

  2. Man kann sich in der Realität nicht sicher sein, es nur mit einem einzigen Angreifer zu tun zu haben.

  3. Wenn man in der Realität das Messer in der Hand des Angreifers sieht, hat man es mit einem dummen oder unerfahrenen Angreifer zu tun hat, da er sein Vorteil verschenkt, die Waffe überraschend einzusetzen.
  1. Bei einer Auseinandersetzung mit einem Angreifer mit Messer kann man nicht 100%ig sicher sein, dass der Andere es nur auf das Geld / Auto / ? abgesehen hat. Das jüngste Beispiel vor dem Amtsgericht Frankfurt (24.01.2014) zeigt dies wieder in erschreckender Weise auf.

  2. Beim Erlernen einer Verteidigungshandlung geht man (als erleichterte Lernbedingung) anfangs von einem einzigen Angriff aus. Die Realität sieht jedoch anders aus. Ein leider sehr realistischer Angriff ist der Nähmaschinenangriff, bei dem das Messer wie die Nadel einer Nähmaschine immer wieder zusticht, bis der Verteidiger keine Gegenwehr mehr zeigt. Leider hören viele Trainierenden auf der Stufe auf, wo sie es beherrschen, einen einzelnen Angriff einigermaßen abzuwehren.

  3. Wenn der Angreifer ein Messer besitzt oder sogar bereits gezogen hat, heißt das nicht, dass er mit diesem seinen ersten Angriff ausführt. Denn neben der Waffe ?Messer? besitzt er noch andere natürliche Waffen (z.B. seine Füße, mit denen er treten kann). So wird ein Mehrfachangriff ?Lowkick? und direkt folgendem Stich mit dem Messer einen Verteidiger wesentlich stärker in Bedrängnis bringen als ein einzelner Messerangriff ohne vorausgehenden Angriff.

  4. Auch der Platz, der einem zur Selbstverteidigung zur Verfügung steht, ist in einer Sporthalle wesentlich größer, als z.B. der in einer S-Bahn oder einer Kneipe.

  5. Stress. Durch den natürlicherweise wesentlich höheren Stresslevel in einer realen Situation treten verschiedene biologische Veränderungen (z.B. Tunnelblick) auf, die den Verteidiger beeinflussen.

Je mehr man im Training auf die Faktoren der (nicht abschließenden) Liste eingeht, umso besser kann man sich auf die hoffentlich niemals eintretende Situation vorbereiten. Die beste Verteidigung gegen einem Messerangriff besteht jedoch immer noch in der frühzeitigen Wahrnehmung drohender Gefahr, gepaart mit Flucht.




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22.01.2014

Warum Deeskalation alleine nicht ausreicht


Sascha Kühnel
Deeskalation ist sehr wichtig und mit Sicherheit das erste Mittel der Wahl, um einen Konflikt zu entschärfen. Jedoch kann man nicht jeden Konflikt deeskalieren ? auch wenn das manche Kommunikationstrainer so propagieren.
Post 11
Es gibt Verletzungsmuster und psychische Erkrankungen, bei denen Derjenige kognitiv nicht mehr zu erreichen ist. Auch der Konsum von bestimmten Medikamenten, einer größeren Menge Alkohol oder nicht legalen Drogen kann zu solch einer kommunikativen Unerreichbarkeit führen. In diesem Fall hilft auch kein Reden mehr, der Aggressor wird von seinem Vorhaben (wie immer das auch aussehen mag) nicht abzubringen sein, außer durch körperliches Einschreiten.

Es ist also gut, sich nicht nur auf seine Kommunikationsfähigkeit zu verlassen, sondern neben der verbalen und nonverbalen Deeskalation noch einen ?Plan B? in der Tasche zu haben. Dies können Kollegen sein, die einem zu Hilfe eilen, aber auch die Fertigkeit, sich körperlich gegen einen Angreifer zur Wehr setzen zu können.
Wer die Vorkampf-Anzeichen richtig liest und somit von einem körperlichen Angriff des Aggressors nicht überrascht wird, der hat einen entscheidenden Vorteil: Er konnte sich bereits vorbereiten. Er konnte sich bereits Fluchtwege überlegen, sich evtl. taktisch günstig positionieren, nach Hilfsmitteln zur Selbstverteidigung Ausschau halten oder verdeckt Kollegen oder Dritte informieren, dass hier jemand ist, der Ärger macht. All dieses erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Selbstverteidigung oder einen gelungenen und kontrollierten Rückzug.
Passen Sie auf sich auf!




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13.01.2014

Warum tun Beleidigungen so weh?

Sascha Kühnel
Jeder hat es schon an sich selbst erlebt. Man wird als Brillenschlange bezeichnet, als fette Sau oder als noch Schlimmeres. Im selben Augenblick krampft sich der Magen zusammen und man verspürt kalte Wut. Wut, es dem anderen heimzuzahlen, ihn ebenfalls zu beleidigen oder ihn gar körperlich anzugreifen. Aber warum ist das so? Warum bringen uns Beleidigungen oft so dermaßen auf die Palme?
Post 10
Wenn man sich ansieht, was im Gehirn vor sich geht, so stellt man fest, dass bei einer Beleidigung das gleiche Hirnareal aktiv ist, wie beim Empfinden von Schmerz bei einer körperlichen Verletzung! Schmerz ist immer ein Warnsignal, dass etwas nicht stimmt und dass Handlungsbedarf besteht.
Evolutionär betrachtet konnte man in der Steinzeit nur in einer Gruppe überleben. Wurde man ausgeschlossen, so war das das Todesurteil.


Beleidigungen weisen alle ein Alleinstellungsmerkmal auf:
z.B. "Wir alle können gut sehen, aber DU nicht. DU brauchst eine Brille." Oder "Ich bin schlank, aber DU nicht. DU bist dick." Dieses Alleinstellungsmerkmal schließt den Betreffenden aus der Gruppe der "Normalen" aus. Und da in unserem Gehirn immer noch alte Teile und somit auch alte Strukturen vorhanden sind, sieht ein Teil des Gehirns plötzlich immer noch die Todesgefahr des Ausgestoßenseins. Und reagiert als Alarmsignal mit Schmerz. Und dem Stresshormoncocktail, der gleichzeitig ausgeschüttet wird.

Derselbe Ablauf passiert natürlich auch beim Gegenüber, der sich beleidigt FÜHLT, obwohl wir ihn nicht wissentlich beleidigt haben. Hier muss man verstärkt auf sogenannte Vor-Kampf-Anzeichen achten, die einem körperlichen Angriff voraus gehen.

Aber eine Beleidgung muss nicht funktionieren. Wenn man weiß, dass man intelligent ist, so fällt es einem leicht, über die Beleidigung "DU bist so dumm!" zu lachen. Denn es ist der Beleidigende, der sich lächerlich macht, indem er dummes Zeug erzählt.
So kann also die eigene Sichtweise der Beleidigung viel dazu beitragen, ob man sich stressen lässt oder ob man dabei entspannt bleibt, wenn man provoziert wird.




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04.01.2014

Frohes Neues Jahr!

Sascha Kühnel
Je mehr wir in uns selbst ruhen, umso besser es uns geht, desto leichter fällt es uns, mit schwierigen und anstrengenden Zeitgenossen umzugehen, auch im Job.
Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass wir schnell genervt und gereizt reagieren, wenn es uns nicht gut geht.
Post 09
Jeder sollte von Zeit zu Zeit in sich hineinhören, wie es ihm geht. Falls man das Glas halbleer statt halbvoll sieht, darf man sich auch gerne mal etwas gönnen (eine neue CD, einen Kurzurlaub am Meer, einen Abend voller Gespräche mit einer interessanten Person, einen Spaziergang in der Natur, ...).
So kann man sein Energielevel wieder auffüllen. Und vielleicht ist es genau dieses kleine bißchen Energie, was einem hilft, souverän mit einem potenziellen Aggressor umzugehen. So dass das Gespräch mit ihm nicht eskaliert.
In diesem Sinne: Haben Sie sich heute schon was gegönnt?
Die Akademie wünscht Allen ein Frohes Neues und sicheres Jahr!!!




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Gerne beraten wir Sie und ermitteln mit Ihnen zusammen den Schulungsbedarf Ihrer Mitarbeiter.
Schreiben Sie uns hier eine Nachricht. Wir melden uns umgehend bei Ihnen.